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Jusos im Saarland fordern eine gerechte Verteilung von Geflüchteten, statt eine Rückkehr zum Dublin-System


Die Regelung nach den Dublin-Verträgen sieht vor, dass sich Menschen nur im ersten EU-Land um Asyl bewerben dürfen, das sie betreten.

"Das Dublin-System ist vollkommen unpraktikabel. Der Versuch, Geflüchtete in den Randgebieten der EU festzusetzen, ist 2015 krachend gescheitert. Die Auffangsysteme in Griechenland sind dermaßen überlastet, dass inzwischen viele Gerichte nicht einmal mehr Abschiebungen dahin zulassen, weil das gegen die Menschenwürde verstieße. Die EU muss einen gerechten Verteilungsmechanismus finden, anstatt das tote Dublinsystem wieder zu beleben.“, so Jan Eric Rippel, Sprecher des Arbeitskreises für Asylpolitik der Jusos Saar.

Das Dublinsystem ist aber nicht nur unpraktikabel, sondern auch zutiefst ungerecht.

"Durch das Dublinsystem werden genau die Staaten belastet, die am heftigsten von der Finanzkrise betroffen waren und es immer noch sind. Starke Schultern sollen mehr tragen als schwache. Daher dürfen die Staaten, in denen die Konjunktur wieder angesprungen ist, diese Verantwortung nicht an die anderen Staaten abschieben.“, ergänzte Pascal Arweiler, Landesvorsitzender der Jusos, abschließend.

09.12.2016
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